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Schülerfirma "Schulkiosk"

 

Der Schulkiosk unserer Schule besteht schon seit mehreren Jahren, erhielt aber erst zum Schuljahr 2003/2004 den Status einer Schülerfirma mit den damit verbunden Rahmenbedingungen. Die Firma wurde bis zum Sommer 2004 von Schülern der damaligen Abschlussklasse geführt. Um einen
fließenden Übergang in das jetzige Schuljahr und die Versorgung der Schüler zu gewährleisten wurden interessierte Schüler der Klassen 9 von ihren Vorgängern in die Firmenarbeit eingeführt und angeleitet. Die in diesem Zeitraum gemachten Erfahrungen waren die Basis für Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche, die unabdingbare Voraussetzungen für die Übernahme in eine Firma sind. Die vergleichsweise hohe Anzahl an Bewerbungen ermöglichte die Einstellung von 8 Schülern/Schülerinnen und damit die Eröffnung einer zweiten "Filiale" auf dem Schulhof
des Schulgebäudes Kreishaus.Die Einrichtung der Firma wurde erst über ein Darlehen des Schulvereins möglich, das mittlerweile voll zurückgezahlt werden konnte.
Die Inhalte der Bewerbungsschreiben und der Eindruck der Vorstellungsgespräche musste folgende Eigenschaften des Bewerbers deutlich erkennen lassen:

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Zuverlässigkeit

Ehrlichkeit

gesicherte mathematische Grundkenntnisse in den Grundrechenarten

Freundlichkeit

Kooperationsfähigkeit und

Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC

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Die Arbeiten im Betrieb:

Im Betrieb (Klassenraum der Hauptschulklasse) arbeiten wir jeweils mittwochs seit geraumer Zeit weitgehend selbstständig und eigenverantwortlich nach folgendem Ablauf:

Wir überprüfen die Kasse, indem wir die Wocheneinnahmen zählen und die Verkaufslisten einsehen.
Einzelpreise werden multipliziert, die Ergebnisse zur Tageseinnahme addiert und die Tages  einnahmen zur Wocheneinnahme addiert.
Die Wocheneinnahmen vergleichen wir mit dem Kassenbestand der Verkaufskassen und versuchen etwaige Abweichungen zu erklären und zu korrigieren.
Wir geben die ermittelten Daten in die Datei Kiosk ein (aus der Listenarbeit ergeben sich Verkaufsmengen, die wir einschließlich des Verkaufspreises in die Datei eingeben)
Wir vergleichen dann die Dateiwerte mit dem tatsächlichen Bestand, der durch Zählen in den jeweiligen Lagern ermittelt wurde. Meist stimmen die Werte weitgehend überein.
In einer Übersicht erfahren wir was fehlt und bei günstigen Anbietern eingekauft werden muss.
Die Einkaufsbelege sammeln wir und tragen sie in der Datei "Ausgaben" ein

 

Die Arbeiten im Verkaufsstand:

10 Minuten vor Beginn der großen Pause gehen wir in unsere Filialen und füllen die Verkaufsregale mit den Waren aus dem Lager. Um 9 Uhr 35 öffnen wir den Verkaufsstand, verkaufen Ware und tragen diesen Vorgang in eine Verkaufsliste ein.
Die Verfallsdaten der Ware werden wöchentlich kontrolliert.
Nach dem Einräumen der Ware wird das Lager geschlossen und die Kasse mit der Liste im Betrieb abgegeben.


Der Einkauf

Wir führen regelmäßig Preisvergleiche durch und kaufen nach Möglichkeit beim günstigsten ortansässigen Anbieter in der Regel in Gebinden, nachdem wir den Einzelpreis berechnet haben. Hauptanbieter sind ortsansässige Discounter wie Aldi, Lidl, Plus sowie Realkauf und Metro.


Die Ware

Die angebotene Ware ist typische Kioskware wie Schokoriegel, Eis, Limonadengetränke und Säfte Müsliriegel oder Kartoffelchips. Der Versuch, "gesündere" Ware zu etablieren, wird erneut unternommen, scheiterte aber bisher an der schnellen Verderblichkeit, den Preisen und der Bedarfslage der Schüler.

In einer neuerlichen Umfrage sollen die Schüler in Zusammenarbeit mit ihrem Klassenlehrer/in eine Bedürfnislage unter den oben genannten Aspekten ermitteln. Die Schülerfirma überdenkt jede Anregung und will auf Wünsche eingehen, sofern wirtschaftliche Gesichtspunkte nicht massiv dagegen sprechen.

 

Der Lohn:

Je nach Umsatz und Gewinn erhalten wir durchschnittlich 5 Euro Lohn monatlich. Es ist uns gelungen, das Darlehen des Schulvereins von 200 Euro vollständig zurückzuzahlen. Von dem erzielten Gewinn werden kleinere Investitionen (Geldkassette, Ordner, Wasserkocher etc.)
getätigt, der übrige Gewinn geht zu 50% in den gemeinsamen Pool aller Schülerfirmen.

 

Abmahnung und Kündigung:

Schriftliche Abmahnungen erhalten Schüler, die gegen die vereinbarten Regeln und allgemein verbindliche innerbetriebliche Regeln verstoßen (Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit, Nichtwahrnehmen von Arbeitsaufträgen, fehlende Kooperationbereitschaft, fehlende Krankmeldungen bzw. Entschuldigungen etc.).


SChriftliche Kündigungen erhalten Mitarbeiter, die zwei oder mehr Abmahnungen erhielten bzw. grobe Verstöße zeigten (etwa Diebstahl oder Unterschlagen von Ware oder Belegen).

Leider musste ein Schüler nach zwei Abmahnungen entlassen werden. Er wurde in der Arbeitslosengruppe betreut, um in einem spezielles Bewerbungstraining die Möglichkeit zu bekommen, in einer anderen Schülerfirma einen Arbeitsplatz zu finden. Diese ist ihm jetzt gelungen.

 

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